Amtliche Daten für Nordrhein-Westfalen

Immobilienrichtwerte in Deutschland

Suchen Sie eine Stadt, einen Stadtteil oder eine Postleitzahl und sehen Sie, welche Richtwerte die Gutachterausschüsse dort für Wohnimmobilien festgesetzt haben. Mit Stichtag und Herkunft an jeder Zahl.

Was in diesem Portal steckt

Die Zahlen stammen nicht aus Angeboten oder Schätzungen, sondern aus dem amtlichen Richtwertdatensatz der Gutachterausschüsse.

19.388
Richtwertzonen in Nordrhein-Westfalen
386
Städte und Gemeinden
952
Stadtteile mit eigener Auswertung
71
Gutachterausschüsse als Quelle

Datenstand: 1. Januar 2026Quelle: Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in NRWLizenz: Datenlizenz Deutschland Zero 2.0

Immobilienrichtwerte in Nordrhein-Westfalen nach Teilmarkt

Ein Richtwert gilt immer für einen bestimmten Teilmarkt. Ein Wert für Eigentumswohnungen sagt nichts über ein Reihenhaus in derselben Straße aus. Deshalb werden die Teilmärkte hier nie zu einer einzigen Zahl verrechnet.

Eigentumswohnungen

1.950 €/m²
Median aus 6.931 Richtwertzonen in NRW
630 €3.300 €
Mittlere Hälfte der Zonen: 1.620 bis 2.550 €/m². Höchste Zone: 10.400 €/m².

Ein- und Zweifamilienhäuser, freistehend

2.530 €/m²
Median aus 6.919 Richtwertzonen in NRW
670 €3.710 €
Mittlere Hälfte der Zonen: 2.075 bis 3.040 €/m². Höchste Zone: 13.000 €/m².

Reihen- und Doppelhäuser

2.600 €/m²
Median aus 4.671 Richtwertzonen in NRW
830 €3.550 €
Mittlere Hälfte der Zonen: 2.390 bis 3.050 €/m². Höchste Zone: 7.700 €/m².

Mehrfamilienhäuser

1.100 €/m²
Median aus 842 Richtwertzonen in NRW
815 €1.320 €
Mittlere Hälfte der Zonen: 1.050 bis 1.200 €/m². Höchste Zone: 6.500 €/m².

Gelesen wird das so:Der Strich markiert den Median, das hellere Feld die mittlere Hälfte aller Zonen. Die Achse endet dort, wo 90 Prozent der Zonen liegen, weil einzelne Spitzenlagen sonst die gesamte Verteilung an den linken Rand drücken würden. Die höchste Zone ist jeweils darunter genannt.

Was ein Immobilienrichtwert ist

Ein Immobilienrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für bebaute Grundstücke, bezogen auf einen Quadratmeter Wohnfläche. Die Gutachterausschüsse für Grundstückswerte leiten ihn aus den tatsächlich beurkundeten Kaufverträgen ihres Zuständigkeitsgebiets ab. Es handelt sich also nicht um Angebotspreise aus Immobilienanzeigen, sondern um ausgewertete Verkäufe.

Damit ein solcher Wert vergleichbar bleibt, wird er immer für ein sogenanntes Richtwertobjekt festgesetzt. Das ist eine gedachte Immobilie mit festgelegten Merkmalen: eine bestimmte Wohnfläche, ein bestimmtes Baujahr, ein bestimmter Gebäudestandard. Für die Richtwertzone Beuel Zentrum in Bonn ist das beispielsweise eine Wohnung mit 61 bis 110 Quadratmetern. Weicht die eigene Immobilie davon ab, muss der Wert über Umrechnungskoeffizienten angepasst werden. Diese Koeffizienten veröffentlicht jeder Gutachterausschuss in seinem Grundstücksmarktbericht, und wir verlinken sie an jeder Zone direkt.

Räumlich gilt ein Richtwert nicht für eine Adresse, sondern für eine Richtwertzone. Das ist ein abgegrenztes Gebiet, in dem die Lagequalität nach Einschätzung des Gutachterausschusses ähnlich genug ist. Diese Zonen sind unterschiedlich groß: In Wuppertal gibt es 2.466 davon, in Köln 128. Das liegt nicht an der Größe der Städte, sondern daran, wie fein der jeweilige Ausschuss arbeitet. Für Vergleiche zwischen Städten ist das wichtig zu wissen, und wir weisen bei jeder Auswertung die Zahl der zugrunde liegenden Zonen mit aus.

Ein Richtwert ist ausdrücklich kein Verkehrswert. Er beschreibt eine Lage, nicht ein einzelnes Objekt. Zustand, Grundriss, Ausstattung, Lärm, Aussicht und Vermietungssituation können den tatsächlichen Wert deutlich nach oben oder unten verschieben. Wer eine belastbare Bewertung braucht, etwa für eine Erbauseinandersetzung oder eine Finanzierung, kommt um ein Gutachten nicht herum. Für eine erste Einordnung, für den Vergleich zwischen Stadtteilen und für die Frage, wie sich eine Lage über die Jahre entwickelt hat, ist der Richtwert dagegen die verlässlichste öffentlich verfügbare Größe.

Ausführlich: wie Immobilienrichtwerte entstehen

Immobilienrichtwert und Bodenrichtwert sind nicht dasselbe

Diese beiden Werte werden ständig verwechselt, auch in der Presse. Sie beschreiben etwas völlig Verschiedenes.

Immobilienrichtwert

Bezieht sich auf die bebaute Immobilie, also Grundstück und Gebäude zusammen. Angegeben in Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Wird nur für bestimmte Teilmärkte festgesetzt und existiert längst nicht flächendeckend. In Nordrhein-Westfalen gibt es ihn für 386 Gemeinden.

Bodenrichtwert

Bezieht sich ausschließlich auf den Boden, ohne alles, was darauf steht. Angegeben in Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche. Wird flächendeckend für ganz Deutschland geführt und ist deshalb häufig der einzige verfügbare Wert, wenn kein Immobilienrichtwert vorliegt.

Warum die Unterscheidung zählt

Beide Zahlen tragen die Einheit Euro je Quadratmeter, meinen aber unterschiedliche Quadratmeter. Wer einen Bodenrichtwert von 400 Euro mit einem Immobilienrichtwert von 3.200 Euro vergleicht, vergleicht Grundstücksfläche mit Wohnfläche. In unserer Datenbank sind beide Werte technisch getrennt und werden nie ineinander umgerechnet.

Beide Werte im direkten Vergleich

Große Städte in Nordrhein-Westfalen

Mittlerer Richtwert für Eigentumswohnungen, sortiert nach Höhe. Die Spalte mit der Zonenzahl zeigt, auf wie vielen Richtwertzonen der Wert beruht.

Immobilienrichtwerte für Eigentumswohnungen, Stand 1. Januar 2026
Stadt Median Spanne der Zonen Zonen
Düsseldorf 4.000 €/m² 2.700 bis 9.600 € 124
Köln 3.950 €/m² 2.270 bis 10.400 € 59
Leverkusen 3.400 €/m² 2.700 bis 4.100 € 41
Münster 3.350 €/m² 2.200 bis 4.900 € 36
Paderborn 3.200 €/m² 2.060 bis 4.290 € 17
Bonn 3.100 €/m² 2.030 bis 4.350 € 54
Neuss 3.100 €/m² 1.500 bis 5.100 € 79
Bergisch Gladbach 3.060 €/m² 1.390 bis 6.600 € 145
Aachen 3.000 €/m² 2.150 bis 5.450 € 167
Gütersloh 2.830 €/m² 2.830 bis 2.830 € 1
Oberhausen 2.455 €/m² 2.455 bis 2.455 € 1
Bielefeld 2.410 €/m² 1.900 bis 3.060 € 10
Moers 2.400 €/m² 1.400 bis 3.850 € 25
Krefeld 2.390 €/m² 2.000 bis 3.130 € 15
Essen 2.350 €/m² 1.900 bis 3.300 € 453
Solingen 2.350 €/m² 1.710 bis 3.840 € 70
Dortmund 2.268 €/m² 1.420 bis 3.605 € 152
Minden 2.120 €/m² 1.960 bis 2.180 € 5
Mülheim an der Ruhr 2.110 €/m² 1.100 bis 3.030 € 258
Recklinghausen 2.100 €/m² 1.650 bis 3.100 € 22
Hamm 2.050 €/m² 950 bis 7.300 € 131
Witten 2.000 €/m² 950 bis 4.950 € 20
Bochum 1.920 €/m² 1.380 bis 2.500 € 619
Mönchengladbach 1.900 €/m² 860 bis 2.300 € 45
Lünen 1.870 €/m² 1.260 bis 3.080 € 25
Hagen 1.858 €/m² 1.070 bis 2.785 € 38
Remscheid 1.820 €/m² 1.230 bis 3.160 € 102
Velbert 1.770 €/m² 1.770 bis 1.770 € 1
Wuppertal 1.710 €/m² 1.240 bis 2.550 € 822
Duisburg 1.625 €/m² 630 bis 2.300 € 58
Gelsenkirchen 1.600 €/m² 1.300 bis 2.150 € 255
Marl 1.600 €/m² 1.400 bis 1.800 € 9
Siegen 1.600 €/m² 1.450 bis 2.000 € 177
Iserlohn 1.540 €/m² 1.410 bis 1.660 € 10
Herne 1.515 €/m² 1.420 bis 1.670 € 6

Datenstand: 1. Januar 2026Quelle: Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in NRWAlle 386 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen

Die Spannweite innerhalb eines Bundeslandes

Zwischen der günstigsten und der teuersten Gemeinde in Nordrhein-Westfalen liegt beim Teilmarkt Eigentumswohnungen der Faktor 4,1. Berücksichtigt sind nur Gemeinden mit mindestens fünf ausgewerteten Zonen, damit einzelne Ausreißer die Liste nicht verzerren.

Höchste mittlere Richtwerte

Düsseldorf4.000 €/m²
Köln3.950 €/m²
Niederkassel3.925 €/m²
Sankt Augustin3.830 €/m²
Alfter3.820 €/m²
Bornheim3.770 €/m²
Hennef (Sieg)3.710 €/m²
Lüdinghausen3.700 €/m²

Niedrigste mittlere Richtwerte

Hellenthal980 €/m²
Blankenheim990 €/m²
Dahlem1.050 €/m²
Warstein1.250 €/m²
Schleiden1.290 €/m²
Höxter1.305 €/m²
Bad Driburg1.305 €/m²
Steinheim1.310 €/m²

Welche Bundesländer verfügbar sind

Wir bauen die Abdeckung schrittweise aus. Angezeigt wird nur, was tatsächlich importiert ist. Leere Rubriken gibt es hier nicht.

Nordrhein-Westfalen

Vollständig ausgewertet. Der Obere Gutachterausschuss führt die Daten aller 71 örtlichen Ausschüsse in einem landesweiten Datensatz zusammen, inklusive der Zonengeometrien.

  • Immobilienrichtwerte für 386 Gemeinden
  • Richtwertzonen als Karte
  • Auswertung nach Teilmarkt
  • Merkmale des Richtwertobjekts

Rheinland-Pfalz

In Vorbereitung. Das Land stellt Bodenrichtwerte über einen offiziellen Geodatendienst bereit. Ob und in welchem Umfang dort auch Immobilienrichtwerte in vergleichbarer Form verfügbar sind, prüfen wir gerade. Bis das geklärt ist, veröffentlichen wir dazu nichts.

  • · Immobilienrichtwerte: Quellenlage wird geprüft
  • Bodenrichtwerte über amtlichen Geodatendienst

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Immobilienrichtwert an meiner Adresse?
<p>Geben Sie Ihren Ort oder Ihre Postleitzahl in die Suche ein. Sie landen auf der Seite Ihrer Stadt oder Ihres Stadtteils und sehen dort alle Richtwertzonen mit den zugehörigen Werten. Eine Suche nach der exakten Hausnummer ist derzeit nicht möglich, weil die amtlichen Daten nach Zonen und nicht nach Adressen gegliedert sind. Die Karte zeigt Ihnen aber, in welcher Zone Ihr Grundstück liegt.</p>
Für welche Immobilienarten gibt es Richtwerte?
<p>In Nordrhein-Westfalen sind das derzeit Eigentumswohnungen, freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, Reihen- und Doppelhäuser sowie Mehrfamilienhäuser. Für Büro- und Geschäftsgebäude sowie für Gewerbe und Industrie sieht das amtliche Datenmodell zwar eigene Teilmärkte vor, im veröffentlichten Datensatz sind dazu jedoch keine Werte enthalten. Wir zeigen deshalb keine.</p>
Warum gibt es für meinen Ort keine Werte?
<p>Nicht jeder Gutachterausschuss setzt Immobilienrichtwerte fest. Manche beschränken sich auf Bodenrichtwerte, andere veröffentlichen nur einzelne Teilmärkte. Im aktuellen Datensatz sind 386 von rund 400 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen enthalten. Wo Werte fehlen, erfinden wir keine und leiten auch nichts aus Bodenrichtwerten ab.</p>
Ist der Richtwert der Wert meiner Immobilie?
<p>Nein. Der Richtwert beschreibt eine Lage und ein gedachtes Richtwertobjekt mit festgelegten Merkmalen, nicht Ihr konkretes Haus oder Ihre Wohnung. Zustand, Grundriss, Ausstattung und Vermietungssituation können den tatsächlichen Wert erheblich verschieben. Für eine belastbare Bewertung brauchen Sie ein Gutachten.</p>
Wie aktuell sind die Daten?
<p>Der aktuelle Stichtag ist der 1. Januar 2026. Die Gutachterausschüsse setzen Immobilienrichtwerte in der Regel zum 1. Januar fest und veröffentlichen sie im Laufe des Jahres. Sobald ein neuer Jahrgang erscheint, importieren wir ihn vollständig neu. Ältere Jahrgänge bleiben erhalten, damit sich Entwicklungen nachvollziehen lassen.</p>
Darf ich die Zahlen weiterverwenden?
<p>Die zugrunde liegenden amtlichen Daten stehen unter der Datenlizenz Deutschland Zero 2.0 und dürfen entsprechend genutzt werden. Die Datenquelle finden Sie auf jeder Seite und ausführlich unter <a href="/datenquellen/">Datenquellen</a>. Unsere eigenen Auswertungen, also Mediane, Spannen und Vergleiche, erklären wir unter <a href="/methodik/">Methodik</a>, damit Sie jede Zahl nachrechnen können.</p>